Bild: Generiert mit Stability AI
Trump zieht USA aus dem UN-Klimavertrag zurück
Die USA haben sich unter Trump aus dem Pariser Klimaabkommen zurückgezogen. Der Austritt des zweitgrößten Kohlenstoffemittenten gefährdet die globalen Klimaschutzziele.
Die Vereinigten Staaten haben sich offiziell aus dem Pariser Klimaabkommen zurückgezogen. Dieser bedeutsame Schritt, der von Präsident Donald Trump eingeleitet wurde, markiert einen Wendepunkt in der internationalen Klimapolitik und schwächt die globalen Bemühungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen.
Das Pariser Abkommen, 2015 von 196 Ländern vereinbart, zielte darauf ab, die globale Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Mit dem Austritt der USA, des zweitgrößten Kohlenstoffemittenten weltweit, wird dieses Ziel nun erheblich erschwert.
Der formale Austritt erfolgte genau ein Jahr nach der offiziellen Ankündigung Trumps. Damit wird die Vereinbarung, die ursprünglich von Präsident Barack Obama unterzeichnet wurde, für die USA beendet. Während seiner Amtszeit argumentierte Trump, das Abkommen schade der amerikanischen Wirtschaft und benachteilige das Land gegenüber anderen Industrienationen.
Wissenschaftler und Klimaexperten zeigten sich besorgt über die Konsequenzen. "Dieser Schritt gefährdet nicht nur die internationalen Klimaziele, sondern schwächt auch die Führungsrolle der USA in globalen Umweltfragen", erklärte Dr. Helena Müller, Klimaforscherin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.
Internationale Reaktionen fielen überwiegend kritisch aus. Die Europäische Union bekräftigte ihre Verpflichtung zum Klimaschutz und rief andere Staaten auf, am Abkommen festzuhalten. China, mittlerweile der größte Kohlenstoffemittent, signalisierte seine Bereitschaft, die Klimaziele weiter zu verfolgen.
Innenpolitisch ist der Schritt hochgradig umstritten. Während Trumps Anhänger den Austritt als Schutz amerikanischer Industrieinteressen begrüßen, sehen Umweltorganisationen und demokratische Politiker darin einen fatalen Rückschlag für den Klimaschutz.
Experten weisen darauf hin, dass der Ausstieg der USA nicht das Ende der internationalen Klimabemühungen bedeutet. Allerdings wird die Erreichung der vereinbarten Klimaziele deutlich schwieriger. Viele Bundesstaaten und Städte in den USA haben bereits eigene Klimaschutzprogramme angekündigt, unabhängig von der Bundesregierung.
Der nächste US-Präsident wird entscheiden, ob die Vereinigten Staaten dem Abkommen wieder beitreten. Die Klimapolitik bleibt damit ein zentrales politisches Thema mit globalen Auswirkungen.
Quelle: arstechnica.com
